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RSSPrint

Singen mit Kindern

Kinderchöre im Bereich der EKBO

Wie wirksam Singen als ganzheitlicher Ausdruck des Herzens und der Seele ist, spürt man in der  Berührung, die der Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ auslöst.
So unglaublich viel großartige Musik vom Kinderlied bis zur Mitwirkung bei den Chorälen in der Matthäus- Passion von Bach wird mit Kindern gesungen und musiziert.
Das Zusammensein und Tun mit Kindern, das gleichzeitig herausfordert und bereichert,  die strahlenden Augen und die unvergleichliche Begeisterung, die in der Arbeit mit Kindern entsteht, können alle Beteiligten durch ein ganzes Leben  tragen. Gemeinschaft entsteht über die Musik als ein Medium, dass mit und ohne Sprache funktioniert und verbindet.

Zu meinen Aufgaben als Landessingwartin gehört die Förderung des Singens in allen kirchlichen Arbeitsfeldern, ein besonderer Fokus liegt auf dem Singen mit Kindern. Als großes Potential empfinde ich die vielen Kinderchöre in unserer Landeskirche.

Für eine zukünftige gute Zusammenarbeit möchte ich mit den Kinderchorleitern in Kontakt treten und bitte um das Ausfüllen des Formulars.

2. Kinderchorleitertag am 29. September 2018 zum Thema: Bodypercussion

Bodybeat – Rhythmus mit Körper und Stimme

Sonnabend, 29.09.2018

Spiele, Stücke, Übungen für die musikpädagogische Arbeit

Workshop für haupt-, neben-, und ehrenamtliche Chorleiter, Kinderchorleiter, Pädagogen, Erzieher und andere Interessierte

Dozent: Uli Moritz

Nähere Informationen: Arbeitsstelle für Kirchenmusik, Landessingwartin

Bodypercussion ist Rhythmusspaß in der Gruppe, ist Gemeinschaft und Kommunikation mit Bewegung und Stimme, ist Entspannung und Vergnügen, Konzentration und Kunstfertigkeit. Und das ohne jeglichen Materialaufwand! Bodypercussion ist ein wunderbares Hilfsmittel in der musikpädagogischen Arbeit mit Kindern – aber nicht nur da! Rhythmus ist vielfältig. In jedem Lied, jedem Tanz, jedem Musikstück, jedem Gedicht ist Rhythmus – mal eher in der Stimme, in den Füßen, in den Armen und Händen, in den Fingerspitzen. Alles, was wir gemeinsam in kleinen oder großen Gruppen tun, braucht Rhythmus. Rhythmus „begreifen“ wir durch Bewegen und Sprechen, durch Vormachen und Nachmachen, durch Versuch und Irrtum und glückliches Gelingen.

Ulrich Moritz, geb. 1953. Schlagzeuger, Perkussionist, Rhythmuslehrer, Autor. Seit ca. 40 Jahren kontinuierliche Unterrichts- und Konzerttätigkeit – von Estland bis New York, von Ulan Bator bis Tunesien, von Peking bis Istanbul. Auf über 100 CDs zu hören. Lehrer für Schlagzeug, Perkussion, Bodypercussion an der Musikschule Neukölln. Dozent an vielen deutschen Landesmusikakademien und Musikhochschulen (für Jazzdrummer, Musiklehrer, Musiktherapeuten, Musikschullehrer). Fortbildungen und Workshops zu den Themen: Rhythmen der Welt, Rhythmus-Pädagogik, Bodypercussion, Improvisation, Musik mit Alltagsmaterial, Stimme und Rhythmus. Autor mehrerer rhythmuspädagogischer Bücher und DVDs im Helbling-Verlag und von Beiträgen in Fachbüchern und Fachzeitschriften.

Bericht zum 1. Kinderchorleitertag am 7.10.2017

Zum ersten Kinderchorleitertag haben sich im Paul-Gerhardt –Raum des Evangelischen Zentrums in der Georgenkirchstraße in Berlin-Mitte 15 neugierige Kinderchorleiter*innen versammelt.

Ziel eines Workshops, den die  Dozentin Judith Kamphues, Vokalistin, Gesangspädagogin mit Schwerpunkt Knaben- und Jugendstimmen an diesem Vormittag hält, ist die praxisnahe Vermittlung von Methodik und Methoden zum Thema Stimmbildung im Kinderchor.

In unnachahmlich spritziger Art und mit viel Charme und Witz wirbt Judith Kamphues um die ungeteilte Aufmerksamkeit der Versammelten und vermittelt eine Fülle an Anregungen und Impulsen. Beeindruckend sind ihre fundierten Erfahrungen im Bereich der Stimmbildung mit Kindern und Jugendlichen.

Im steten Wechsel zwischen praktischer Ausübung und erläuternden Erklärungen, Tipps und Hinweisen befassen sich die Teilnehmer*innen mit Übungen zur Haltung, zur Atmungund zur Kräftigung des Körper, die verknüpft sind mit Elementen aus Pilates, Yoga und erlebenden den eigenen Körper  als singendes Instrument. Mit Bodypercussion gibt Judith Kamphues den Mitmachenden ein wirksames Instrument zur Aufmerksamkeitsgewinnung der potenziellen Chorkinder „in die Hand“, an Zungenbrechern werden so manche Unbeweglichkeiten innerorts offenbar. Besonders hilfreich ist die Lokalisierung der Vokale und Konsonanten in Mund- und Rachenraum, da bleibt nichts im Dunkeln. Das Gehör wird durch mehrstimmiges Singen in Verbindung mit Bewegung im Raum geschult. Wie in einem lebendigen Memory suchen und finden sich die Teilnehmer*innen im Hören auf ihre Stimmen. Die Übungen sind universell und auch für die Schulung und Ausbildung der eigenen Stimme von unschätzbarem wert.

Für das Foto machen die nun Geschulten noch einmal den „Löwen“, der den Kindern in den eigenen Chören nun zur stimmlichen Seite stehen wird. Gut gesungen, Löwe, denn die Absolventen des Workshops gehen mit einer enormen Menge neuer Anregungen und eigener Erfahrungen in die kommenden Proben mit ihren Chören.

Nach einer kulinarischen Kunst-Pause werden Erfahrungen  zu lohnender Kinderchorliteratur getauscht und Kontakte geknüpft und es wird einhellig beschlossen, im nächsten Jahr die nun begonnen Tradition fortzusetzen und sich mit weiteren Themen zur  musikalischen Arbeit mit Kinderchören zu befassen. Die benötigte Stärkung und Fortbildung in der aufopferungsvollen Arbeit mit Kindern allgemein und der musikalischen im Besondern ist an diesem Tag gelungen, denn

„Man muss schon einigermaßen verrückt sein, um mit Kindern zu singen und Musik zu machen.“, sagt Judith Kamphues, „Anders lässt es sich nicht erklären, dass man sich dem freiwillig aussetzt. Oder man liebt es einfach, die Entwicklung der Kinder zu begleiten und sich von ihrer Kreativität anstecken zu lassen. Doch vermutlich ist dies das gleiche....“

 

Cornelia Ewald



Letzte Änderung am: 04.07.2018